Jaroslav Plotnikov

IT Arbeit in Deutschland: Tabellarischer Lebenslauf

Aufbau, Normen und Regeln des meistverbreiteten Form vom deutschen Resüme – tabellarischer Lebenslauf

Index

1. Was gehört in den deutschen Lebenslauf hin
1.1: Der Titel
1.2: Der Hauptteil
1.3: Zusätzliche Informationen
1.4: Schlußteil: formelle Anforderungen

2. Struktur des deutschen Lebenslaufs
2.1: chronologische Tabelle
2.2: Aufgehende Chronologie
2.3: Umfang – Grösse des Lebenslaufs

 

1. Was gehört in den deutschen Lebenslauf

1.1: Der Titel

  • Das Wort “Lebenslauf”
  • Vorname und Nachname, heutiger Anschrift
  • Geburtsdatum und Geburtsort. Staatsangehörigkeit (optional)
  • Familienstand, Kinderanzahl
  • Foto

Wenn Du zuerst den Vornamen und dann den Nachnamen schreibst (dass ist übrigens die häufigste Reihenfolge in Deutschland) setze dazwischen keine Komma. Schreibe deinen Namen exakt wie in deinem Reisepass. Die Adresse schreibe mit lateinischen Buchstaben und unbedingt mit dem Postleitzahl. Nationalität brauchst Du nicht einzugeben. Wenn schon, dann eher die Staatsangehörigkeit. Das Foto plaziere oben rechsts.

 

1.2 – der Hauptteil: Lebensstationen

In diesem Teil setze deine “Lebenstationen” jeweils mit Anfangs- und Enddatum (tagesgenau muss nicht unbedingt sein, Monate genügen)

  • Schulbildung
  • Höchste Mittlere Reife
  • Wahlfäher
  • Militärdienst bzw. Zivildienst
  • berufliche AUsbildung oder Hochschulstudium (Art des Abschlusses)
  • Praktika
  • Erwerbstätigkeit

Besondere Aufmerksamkeit richte auf zwei Dinge: a) keine “Lücken”; б) alle eingegebene Lebenstationen sollen belegt sein (Zertifikate, Zeugnisse usw.)

Wenn die Lücken zu groß sind und sich nicht “aneinander zusammennähen lassen”, spätestens zum ersten Interview solltest Du plausible Argumente vorbereiten.

1.3: Zusätzliche Informationen

Hier gebe zusätzliche Informationen über deine Qualifikation. Hobbies sind in der deutschen resume optional. Wenn die Versuchung unwiderstehlich ist, liste deine Hobbies auf der letzten Zeile deieses Abschnitts.

Weiterbildungen und relevante workshops kannst Du ohne strenge Chronologie auflisten.

Fremdsprachenkenntnisse

Um das Sprachniveau festzustellen, reicht die Selbsteinschätzung (beginner – elementary – intermediate – upper intermediate – advanced – proficiency).

Diese sechs Kategorien entsprechen der Richtlinie von Common European Framework of Reference for Languages (ECFR): A1, A2, B1, B2, C1, C2.

Beispiel:

Russisch – Muttersprachler
Englisch – Fliessend (B2)
Deutsch –  Grundkenntnisse (A1)

Tip: finde den Wikipedia Artikel Common European Framework of Reference for Languages.* Er hilft dir für die Selbsteinschätzung. Wenn Du einigermassen Deutsch verstehen kannst, vielleicht wird dieser Artikel auch hilfreich: Test your German in 20 minutes by Goethe-Institut

 

1.4: Schlußteil: formelle Anforderungen

  • das Datum
  • die Unterschrift

Sowohl das Datum als auch die Unterschrift sind von der großen Bedeutung. Das Datum bestätigt, dass die Angaben auf dem aktuellen Stand sind. Die Unterschrift dokumentiert die Wahrheitstreue der Angaben. Unterschreibe den gedrückten Lebenslauf mit der dunkelblauen (nicht mit der schwarzen) Tinte.

S. auch: TABU & Mistakes in GERMAN Resume

2. Struktur des deutschen Lebenslaufs

2.1: Chronologische Tabelle

Heute ist der tabellarische Lebenslauf die meistverbreitete Form des Lebenslaufs in Deutschland. “Tabellarisch” bedeutet “in der Form einer Tabelle”. Die Tabelle findest Du dort aber nicht. Trotzdem dieser Name hat sich durchgesetzt.

 

2.2: Aufgehende Chronologie

In Deutschland wie auch in den USA kann ein Lebenslauf thematisch oder chronologisch sein. Dabei ist der Aufbau eines amerikanischen und deutschen Lebenslaufs unterschiedlich.

Das chronologische Format ist in beiden Ländern am meisten verbreitet. Wieso?

Der chronologische Lebenslauf lässt schnell und einfach durchlesen. Was denkst Du, wie liest ein durchschnittlicher deutscher Personaler** das vor ihm liegenden Resume?

Da der chronologisch aufgebauter Lebenslauf sich einfacher zu lesen lässt,  es ist davon abzuraten, die Lebensetappen streng nach thematischen Merkmal anzuordnen – Schule, Universität, Praktikum, Erwerbstätigkeit, Weiterbildungen. Anstattdessen ordne diese Etappen möglichst chronologisch an.

Es gibt sowohl aufgehende Chronologie als auch absteigende Chronologie. Aufgehende Chronologie – Du schilderst dein Leben von der Schule und endest mit der heutiger Situation. Absteigende Chronologie ist genau umgekehrt.

Aufgehende Chronologie hat sich deutlich mehr durchgesetzt. Die meisten Personaler bevorzugen die aufgehende Chronologie bereits aus Gewohnheit. Und es ist wohl allgemein bekannt, wie fest die meisten Menschen sich an seine Gewohnheiten halten.

Aus der Gründen der Bequemlichkeit und allgemeiner Verbreitheit halte ich persönlich die aufgehende Chronologie für empfehlenswert.

2.3: Umfang – Grösse des Lebenslaufs

Es gibt keine Vorschriften über die Länge des ResümesEine bis drei Seiten sind normal. Überlege es dir gut, ob es sich immer lohnt den Arbeitgeber mit einer unendlichen Aufzählung deiner Fertigkeiten und Erfahrungen beindrucken zu versuchen? Vielleicht solltest Du nur das Essenzielle drin lassen? Das Essenzielle kannst Du nach folgendem Prinzip herausfinden – inwieweit korrelieren deine resüme Angaben mit der angestrebten Arbeitsstelle?

 


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